Immer diese Putzfrau


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"Immer diese Putzfrau"
von Ulla Kling

August Rohrbach, Geschäftsmann Franz Voith
Edwina Rohrbach, seine Frau Elisabeth Zitzelsberger
Roman, beider Sohn Daniel Liebl
Berta Stanzl, Putzfrau Gerda Lang
Egon Stanzl, ihr Mann Peter Scheubeck
Gerlinde, junges Mädchen Monika Wolf

 

Souffleuse  

 

Antonia Gottmeier

Requisite  

Renate Hecht

Maske  

Uli Cipcer

Bild- und Tontechnik  

Stefan Mahlke

Spielleitung  

Karl Pröpstl


 

„Putzfrau“ begeisterte Kürner Theaterpublikum

Spielleiter Karl Pröpstl hatte dieses Mal wieder ein Stück von Ulla Kling ausgesucht. Von ihr sind wir es gewohnt, dass sie in ihren Stücken ganz alltägliche Situationen aus dem Familienleben aufgreift und in ein Spiel umsetzt, in dem die menschlichen Schwächen überspitzt aufs Korn genommen werden. So auch dieses Mal im Lustspiel „Immer diese Putzfrau!“. Mit viel Einsatz wurde Mitte September mit der Probenarbeit begonnen.

Zum Stück selber: Berta Stanzl (Gerda Lang) ist seit Kurzem bei Familie Rohrbach als Putzfrau angestellt. Sie hat mit Edwina (Elisabeth Zitzelsberger) vereinbart, dass beide die Probezeit von drei Monaten einhalten müssen. Berta hätte damit kein Problem, aber die affektierte und überaus kleinliche Edwina kommt mit Bertas einfacher Art überhaupt nicht zurecht. Nichts funktioniert mehr so, wie sie es gewohnt ist. Berta agiert mit Herz, angebrachter Respektlosigkeit und viel Aktionismus gegen die Anweisungen der Hausherrin und zur großen Freude des Hausherrn August (Franz Voith). Was Berta auch macht, immer hat Edwina etwas auszusetzen, ob dies die Art und Weise des Staubsaugens ist oder wie die Kissen auf dem Sofa zu liegen haben. Als Berta auch noch ihren Mann Egon (Peter Scheubeck) als „kompetenten“ Handwerker ins Haus schleust, wird Edwina komplett aus dem Ruder geworfen.  Auch der Sohn des Hauses, Roman (Daniel Liebl), hat unter dem Standesdünkel seiner Mutter zu leiden; denn seine Freundin Gerlinde (Monika Wolf) ist in ihren Augen nicht „standesgemäß“ und kann nur heimlich zu Roman kommen, aber Berta steht auf Romans Seite und unterstützt ihn so gut sie kann. Als Gerlinde wieder einmal heimlich im Haus ist, werden beide von Edwina überrascht. . Es kommt zum Eklat, in dessen Verlauf Edwina ihrem Sohn sogar mit Enterbung droht. Doch Roman lässt sich nicht einschüchtern, er und Gerlinde wollen heiraten. Vater August ist mittlerweile mit der Verbindung einverstanden. Um Edwina noch mehr auf die Palme zu bringen, „beichtet“ Berta, dass sie den teuren Kaschmirpullover zu heiß gewaschen  hat, das Silberbesteck in der Spülmaschine ruiniert hat, das Neglige am Bügeleisen klebt und die Waschmaschine besetzt ist, weil ihre eigene Wäsche gerade wäscht. Edwina ist der Verzweiflung nahe, doch sie muss Berta bis zum Ende der Probezeit behalten. Den Geburtstag ihres Mannes wünscht sie aber im engsten Familienkreis zu feiern. Berta und Egon verlassen folgsam das Haus und nichts scheint Edwinas Familienidyll stören zu können. Doch dann kommt Gerlinde. Edwina will sie hinauswerfen, aber als sich Roman mit ihr verlobt, fügt sie sich; denn Roman ist inzwischen Alleinerbe der reichen Tante Olga geworden. Zur Überraschung aller tauchen auch noch Berta und Egon auf und entpuppen sich als die Eltern von Gerlinde. Beide hatten ihre Rolle nur gespielt, um ihrer Tochter zu helfen. Berta beichtet ihre verschiedenen „Untaten“ und liest Edwina nochmals die Leviten. Da wird diese einsichtig, kommt von ihrem hohen Ross herunter und so kehrt wieder Friede ein in der Familie.

Lang anhaltender Beifall belohnte die Spieler, die eine außerordentlich reife Leistung zeigten. Alle gingen in ihren Rollen auf und konnten die verschiedenen Charaktere gut verkörpern. Besonders Elisabeth Zitzelsberger und Gerda Lang waren richtig in ihrem Element und arbeiteten die Gegensätze von bodenständiger Putzfrau und eingebildeter Dame des Hauses sehr gut heraus. Pfarrer Karl Gregori, der trotz starker Rückenschmerzen die Aufführung besucht hatte, gab mit folgenden Worten sein Urteil ab: „Ich hab’ es nicht bereut, dass ich gekommen bin.“

Als Souffleuse war wie immer Toni Gottmeier im Einsatz. Für die Maske sorgte Uli Cipcer zusammen mit Karin Schreiner und Gitta Royes. Für einen reibungslosen Ablauf des Stückes garantierte hinter der Bühne Renate Hecht. Stefan Mahlke kümmerte sich um die nötigen Geräusche und nahm das Stück mit drei Kameras auf.

 

Nach der letzten Vorstellung am zweiten Sonntag ehrte Vorsitzender Bürgermeister Werner Fischer einige Mitglieder. Renate Hecht sorgte in ihrem 45. Stück mit viel Umsicht und Routine hinter der Bühne für einen reibungslosen Ablauf der Vorstellung. Zusammen mit ihren Helferinnen kümmerte sich Uli Cipcer mit viel Erfahrung in ihrem 35. Stück als Maskenbildnerin um das äußere Aussehen der Laienspieler. Gerda Lang zählt mit dem Einsatz in ihrem 20. Stück zu den erfahrenen Mitgliedern der Theatergruppe Kürn.  Spielleiter Karl Pröpstl wurde für 30 Jahre Spielleitung ausgezeichnet. In 53 von den 55 Stücken, die in den 33 Jahren des Bestehens der Theatergruppe aufgeführt wurden, war Karl Pröpstl für die Regie verantwortlich.