Explosive Landwirtschaft


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"Explosive Landwirtschaft"
von Ralf Kaspari

 

Wolfgang Leitner, Bio- und Chemielehrer Dieter Reisinger
Viktoria Leitner, seine Frau Sandra Karl
Klaus Leitner, Sohn Markus Wolf
Anna Kirsch, Klaus' Freundin Stefanie Nichtl
Sarah Feldberg, Praktikantin Katharina Schießl
Mirek, polnischer Erntehelfer Christian Kalesse
Elvira Pfefferkorn, Mutter v. Viktoria Toni Gottmeier
Theres Kleinhaus, ehem. Freundin v. Wolfgang Eva Gottmeier
Gerhard Schmitt, Gewerbeaufsicht Hans Auburger jun.

 

Souffleuse  

 

Antonia Gottmeier

Requisite  

Renate Hecht

Maske  

Uli Cipcer

Bild- und Tontechnik  

Stefan Mahlke

Spielleitung  

Karl Pröpstl

 

Richtige Kracher auf Kürner Laienbühne

 „Explosive Landwirtschaft“ bereitete großes Theatervergnügen.

Das diesjährige Frühjahrsstück der Theatergruppe Kürn machte seinem Titel alle Ehre. Nicht nur viele Szenen rissen die Zuschauer zu Lachsalven hin, sondern es waren auch wirkliche Explosionen zu hören, ob eine Milchtüte in der Mikrowelle mit einem lauten Knall ihren Geist aufgab oder ob die illegale Schnapsbrennerei dem Biologie- und Chemielehrer Wolfgang Leitner (Dieter Reisinger) um die Ohren flog. Tontechniker Stefan Mahlke hatte seine ganze Erfahrung eingesetzt und das Publikum war beeindruckt.

Zum Stück selber: Wolfgang Leitners Leidenschaft gilt seinem Garten, in dem er intensive Forschungsarbeit an z.B. Neuzüchtungen und Pflanzen aus Übersee betreibt, die hier noch völlig unbekannt sind. Der Garten ist mittlerweile zu einem kleinen Betrieb mit Verkauf von Biogemüse und gesundem Kräuterbrand herangewachsen. Außer bei seinem Sohn Klaus (Markus Wolf) stoßen diese Arbeiten nicht gerade auf Verständnis. Frau Viktoria Leitner (Sandra Karl) ist auch nicht begeistert vom Hobby ihres Mannes außer vom Kräuterschnaps, mit dem sie sich hin und wieder tröstet, wenn das Chaos zu groß wird. Für die diesjährige Erntesaison beschäftigt Wolfgang sogar den polnischen Landwirtschaftshelfer Mirek (Christian Kalesse). Zusätzlich schleppt sein Sohn Klaus noch Sarah (Katharina Schießl), eine hübsche, junge Praktikantin an, was seiner Freundin Anna (Stefanie Nichtl) überhaupt nicht gefällt. Für Anna heißt das, sie muss ihren Klaus so „beschäftigen“, dass ihm die Lust für eventuelle Seitensprünge vergeht. Die alternative Theres (Eva Gottmeier) kommt einerseits jeden Tag als Stammkundin vorbei andererseits ist sie immer noch hinter Wolfgang her, der natürlich keine Zeit für sie hat und seiner Viktoria absolut treu ist. Dazu taucht auch noch die Mutter von Viktoria, Frau Elvira von Pfefferkorn (Toni Gottmeier), auf und stiftet zusätzlich Verwirrung; denn mit der Hausarbeit hat sie es überhaupt nicht außer mit dem Kräuterbrand ihres Schwiegersohnes. Schließlich kommt Gerhard Schmitt (Hans Auburger jun.) von der Gewerbeaufsicht vorbei. Wolfgang, der nie auf die Idee kam, seinen polnischen Erntehelfer anzumelden oder seinen Garten als Betrieb registrieren zu lassen, sieht in ihm nur einen potentiellen Kunden. Für Theres dagegen ist Herr Schmitt ein willkommenes Opfer und sie macht ihn so richtig an. Als sich aber herausstellt, dass dieser von der Gewerbeaufsicht ist und den Betrieb hoch gehen lassen will, leugnet sie alles ab und sucht das Weite. Wolfgang und Klaus wollen noch einige Unterlagen verschwinden lassen, aber da kommt ihnen Herr Schmitt in die Quere. Als alles schon verloren schien, taucht ein verwandelter Mirek auf, der in Wirklichkeit ein Professor der Uni ist, der den phänomenalen Gemüseanbau des Wolfgang Leitner wissenschaftlich unter die Lupe nahm und als Außenstelle der Hochschule umfunktionieren will. Sarah ist in Wirklichkeit seine Enkelin, die ihn suchte, weil er seine Familie von seiner Undercover-Mission nicht in Kenntnis gesetzt hatte. Mirek alias Prof. Kaltenbach kann auch Herrn Schmitt „überreden“ von einer Anzeige abzusehen, so dass sich alles in Wohlgefallen auflöst.

Häufiger Szenenapplaus und ein lang anhaltender Schlussbeifall belohnte die Spieler, die ganz in ihren jeweiligen Rollen aufgingen und eine außerordentlich homogene Leistung boten. Katharina Schießl, die das erste Mal mitspielte, fügte sich gut ins Ensemble ein und sie zeigte Talent und Spielfreude. Vorsitzender Werner Fischer und Spielleiter Karl Pröpstl sprachen allen bei der Schlussbesprechung wiederum ihre Anerkennung aus. Zusätzlich ehrte Fischer nach der letzten Vorstellung Hans Auburger jun., Eva Gottmeier, Stefan Mahlke für ihr 10. Stück und Christian Kalesse für seinen 20. Einsatz.

Für die richtigen Rahmenbedingungen hinter der Bühne sorgte wiederum Renate Hecht. Uli Cipcer kümmerte sich mit ihren Helferinnen um das richtige Aussehen der Spielerinnen und Spieler. Stefan Mahlke steuerte die Videokameras und sorgte für die Explosionen. Karin Schreiner erledigte zum ersten Male den Part als Souffleuse. Für die Bewirtung der Gäste war der Teil der Gruppe verantwortlich, der gerade spielfrei hatte.

Fotos: Heinrich Hecht

 

 

Stefan Mahlke bei der Arbeit

 

Werner Fischer, Christian Kalesse, Hans Auburger jun., Eva Gottmeier, Stefan Mahlke, Karl Pröpstl