Immer wieder samstags


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"Immer wieder samstags"
von Eva Hatzelmann u. Werner Zeussel / Verlag Stückgut

Margit Schmidt  

Gerda Lang

Ernst, ihr geschiedener Mann  

Dieter Reisinger

Steffi, beider Tochter  

Elisabeth Zitzelsberger

Josefine Herzog,
genannt Tante Joschi  


Roswitha Horvat

Diana Gerlach  

Stefanie Nichtl

Othello Walter  

Hans Auburger jun.

Tommi Engelbrecht, Steffis Freund  

Markus Wolf


Souffleuse  


Antonia Gottmeier

Requisite  

Renate Hecht

Maske  

Uli Cipcer

Bild- und Tontechnik  

Stefan Mahlke

Spielleitung  

Karl Pröpstl


Familienszenen fast wie aus dem richtigen Leben auf die Bühne gebracht

Zuschauer wiederum begeistert von den Leistungen der Kürner Laienspieler

Das treue Stammpublikum der Theatergruppe Kürn kam wieder voll auf seine Kosten bei dem Stück „Immer wieder samstags“ von Eva Hatzelmann und Werner Zeussel aus dem Stückgut-Verlag. Aber auch die Besucher, die zum ersten Mal nach Kürn gekommen waren, ob aus Regensburg oder Roding, waren sehr angetan von den Leistungen der Laienspieler um Spielleiter Karl Pröpstl. Wegen des frühen Ostertermins musste der zweite Teil der Vorstellungen auf das Wochenende nach Ostern verlegt werden. Die Probenzeit gestaltete sich wegen der verschiedenen Arbeitszeiten und beruflich bedingter Abwesenheit oder anderer Termine teilweise nicht leicht, aber der Einsatzwille und die Begeisterung der Spieler halfen immer wieder eine Lösung zu finden, so dass am Freitag, dem 14. März die Premiere ein voller Erfolg wurde.

Jeder der vier Akte spielte an einem Samstag. Ernst Schmidt (Dieter Reisinger) und seine Frau Margit (Gerda Lang) sind frisch geschieden. Da Ernst keine Wohnung findet, muss er immer noch mit Margit und der gemeinsamen Tochter Steffi (Elisabeth Zitzelsberger) unter einem Dach leben. Verzweifelt sucht er schon frühmorgens in der Zeitung nach einer geeigneten Wohnung, muss jedoch am Telefon immer wieder Absagen entgegennehmen. Steffi hat Probleme, ihren Freund Tommi (Markus Wolf) unbemerkt aus dem Haus zu schleusen; denn sie will ihre Mutter nicht unbedingt mit ihrem Liebesglück konfrontieren. Kaum sitzen Mutter und Tochter endlich am Frühstückstisch kommt wie jeden Samstag die Erbtante Joschi (Roswitha Horvath) auf eine Tasse Kaffee vorbei. Schnell müssen die verschiedenen Reiseandenken der Tante hergeräumt werden. Tante Joschi reist gerne, ob Kaffeefahrten oder Sonderangebote, und immer bringt sie etwas mit z.B. von jeder Venedigfahrt eine Gondel. Außerdem verwendet sie in ihren Erzählungen gerne Fremdwörter, leider jedoch nicht immer die richtigen. Margits Freundin Diana (Stefanie Nichtl) kommt natürlich auch noch vorbei und erzählt von ihren Männerbekanntschaften. Margit setzt ihrem geschiedenen Mann ein Ultimatum; denn sie will das Zimmer vermieten.

Am zweiten Samstag versucht Margit ihren Liebhaber Telli Walter (Hans Auburger jun.) unbemerkt aus der Wohnung zu bekommen. Dann läuft es wie jeden Samstag. Tante Joschi kommt, ebenso Diana und Ernst sucht verzweifelt eine Wohnung. Dass Margit einen Freund hat, will gar nicht in seinen Kopf. Er ist mittlerweile wieder Single und bereut bereits seine Trennung von Margit. Steffis Freund Tommi interessiert sich für das Zimmer in Margits Wohnung; denn dann wäre er immer bei Steffi „am Ball“. Als Margit das Zimmer zeigen will, kommt Ernst dazwischen, sieht in Tommi den Liebhaber seiner ehemaligen Frau und beginnt eine Schlägerei.

Am dritten Samstag wird Margits Geburtstag gefeiert. Mittelpunkt ist natürlich Dr. Walter, Margits neuer Freund, der von Tante Joschi mit medizinischen Fragen gelöchert wird. Als er jedoch als Arzt gefordert ist, weil Steffi plötzlich schlecht wird, zeigt er große Wissenslücken und als er hört, dass Diana Gerlach auch kommt, sucht er schnell das Weite. Diana klärt auch später alle auf, dass Teli ein Heiratsschwindler ist. Margit ist natürlich am Boden zerstört. Ernst kommt verletzt von einer Wohnungsbesichtigung, da er auf einen noch nicht vorhandenen Balkon treten wollte.

Am vierten Samstag zieht Ernst endlich aus. Steffi gesteht ihrer Mutter, dass sie schwanger ist und sie und Tommi bald heiraten wollen. Tante Joschi versteht leider etwas falsch und ist der Meinung, dass Margit schwanger wäre. Sie erzählt es natürlich weiter. Ernst regt sich über diese Nachricht unheimlich auf und hält sich an die Cognacflasche. Absichtlich zögert er das endgültige Verlassen der Wohnung immer wieder hinaus; denn er hängt doch noch an Margit. Auch diese zeigt, dass sie ihren Ernst immer noch mag und so ist die Versöhnung in der Schlussszene zugleich ein neuer Anfang ihrer Ehe.

Die Spieler gingen ganz in ihren jeweiligen Rollen auf und sie boten eine außerordentlich homogene Leistung. Stefanie Nichtl, die das erste Mal mitspielte, fügte sich gut ins Ensemble ein und sie zeigte Talent und Spielfreude. Vorsitzender Werner Fischer sprach allen bei der Schlussbesprechung wiederum seiner Anerkennung aus.

Für die richtigen Rahmenbedingungen hinter der Bühne sorgte wiederum Renate Hecht. Uli Cipcer kümmerte sich mit ihren Helferinnen um das richtige Aussehen der Spielerinnen und Spieler. Stefan Mahlke steuerte die Videokameras, spielte die Musik ein und sorgte für alle Geräusche, die notwendig waren. Toni Gottmeier erledigte in souveräner Manier ihren Part als Souffleuse. Für die Bewirtung der Gäste war der Teil der Gruppe verantwortlich, der gerade spielfrei hatte.

 

  

 

Stafanie Nichtl, Dieter Reisinger, Gerda Lang, Hans Auburger jun.,
Markius Wolf, Roswitha Horvat, Elisabeth Zitzelsberger