Liebe und Blechschaden


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"Liebe und Blechschaden"
von Hans Gnant / Verlag Wilhelm Köhler

Toni Hinterleitner, Bauer vom Tannberghof Christian Kalesse
Marianne,seine Frau Eva Gottmeier
Bertl, beider Sohn Markus Wolf
Gretl, Schwester von Marianne Sandra Karl
Max Wieser, Bachwirt Hans Auburger jun.
Ferdl Hammerl, Karosseriespengler Peter Scheubeck
Barbara, seine Haushälterin Roswitha Horvat
Cornelia Krüger, genannt Babsy Monika Wolf


Souffleuse  


Antonia Gottmeier

Requisite  

Renate Hecht

Maske  

Uli Cipcer

Bild- und Tontechnik  

Stefan Mahlke

Spielleitung  

Karl Pröpstl

 

30 Jahre zufriedene und begeisterte Zuschauer im Kürner Theater

Die Probenzeit für das 49. Stück, das die Theatergruppe Kürn im 30. Jahr ihres Bestehens auf die Bühne brachte, gestaltete sich dieses Mal nicht ganz einfach. Immer wieder musste Spielleiter Karl Pröpstl auf den einen oder anderen Laienspieler aus den verschiedensten Gründen verzichten. Die Spielfreude und der Ehrgeiz aller Beteiligten jedoch waren ausschlaggebend, dass die Premiere am 10. November 2006 doch reibungslos und erfolgreich über die Bühne ging und die Zuschauer wieder voll des Lobes waren.

Die sechs Vorstellungen an den beiden Wochenenden waren ausverkauft und leider konnten einige Kartenwünsche nicht erfüllt werden. Zum treuen Stammpublikum kommen immer auch neue Besucher nach Kürn, die begeistert weitere Besuche ankündigen, weil ihnen in Kürn hervorragende Theaterkost geboten wird.

Zum Inhalt des Stückes „Liebe und Blechschaden“ von Hans Gnant:

Der stolze Mercedesfahrer Toni Hinterleitner (Christian Kalesse) baut einen Unfall, weil er beim Anblick einer Anhalterin Bremse und Gas verwechselt. Natürlich dürfen seine Frau Marianne (Eva Gottmeier) und sein Sohn Bertl (Markus Wolf) nichts von diesem Blechschaden erfahren. Deshalb versperrt er die Garage und verbietet Frau und Sohn mit dem Auto zu fahren. Tonis Freund Max Wieser (Hans Auburger jun.) hat auch schon einen Plan, wie der Schaden vertuscht werden könnte. Sie wollen, wenn sie von einer Sitzung nach Hause kommen, einen Diebstahl vortäuschen.

Marianne jedoch holt verbotener Weise ihre Schwester Gretl (Sandra Karl) mit dem Auto vom Bahnhof ab und baut ebenfalls einen Unfall. Den Blechschaden ihres Mannes hatte sie nicht bemerkt und der „neue“ Schaden ist genau an derselben Stelle wie der „alte“. In der Zwischenzeit hat sich Babsy (Monika Wolf), eine Punkerin, bei den Hinterleitners eingenistet. Bertl ist sehr von ihr angetan und will sie „retten“.

Den Blechschaden kann nur der Karosseriespengler Ferdl Hammerl (Peter Scheubeck) beheben. Dieser legt eine Nachtschicht ein, schon um Gretl, seine ehemalige Verlobte, wieder zu gewinnen. Als Toni und Max in den frühen Morgenstunden das Auto „stehlen“ wollen, müssen sie feststellen, dass diesem gar nichts fehlt. Toni kennt sich nun gar nicht mehr aus und Max, der nicht so recht an einen Unfall glaubt, redet seinem Freund eine Bewusstseinsspaltung ein.

Die Haushälterin(Roswitha Horvat)  von Ferdl Hammerl sorgt durch ihre Tratschereien für zusätzliches Chaos. Als sie die Sonnenbrille von Marianne bringt und diese von Toni entgegengenommen wird, entsteht bei ihm ein fürchterlicher Verdacht, der durch ein belauschtes Telefongespräch verstärkt wird. Marianne bedankt sich bei Herrn Hammerl, dass in der vergangenen Nacht alles so gut geklappt hat. Toni ist außer sich und will natürlich den vermeintlichen Ehebrecher umbringen.

Als Babsy nach einem Streit mit Bertl das Haus verlassen will, wird sie von Toni entdeckt, der nun endlich die Zeugin für seinen Unfall hat und sie gleich umarmt, was natürlich wieder falsch ausgelegt wird. In dieser Situation kommt die Nachricht von Haushälterin Barbara, dass ihr Chef sich anscheinend vergiftet hat.

Toni ist nun ganz verzweifelt; denn sein Freund Max redet ihm ein, er habe Ferdl aus Eifersucht ermordet. Um so größer ist die Freude, als Ferdl unversehrt auftaucht. Toni aber ist immer noch überzeugt, Ferdl habe was mit seiner Frau gehabt. Nach einem heftigen und auch handgreiflichen Streit gesteht Ferdl, dass er im Auftrag von Marianne in einer Nachtschicht das Auto repariert hat.

Toni meint natürlich zuerst, Marianne habe den Schaden ihm zuliebe reparieren lassen und lobt seine Frau in den höchsten Tönen. Als Marianne aber gesteht, sie habe den Unfall gebaut, hat er wieder Oberwasser; denn er ist der Meinung, sein Unfall bleibe unbemerkt. Natürlich kommt bald die ganze Wahrheit ans Licht, so dass die Eheleute wieder quitt sind und die große Versöhnungsszene statt finden kann. Dass Bertl und Babsy ein Paar werden, ist wohl selbstverständlich.

Vorsitzender Werner Fischer, der die Spieler nach der Vorstellung immer dem Publikum vorstellte, zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Truppe. Besonders lobte er die Spielfreude der Schauspieler, die immer zu spüren war und vielleicht auch das Geheimnis des Erfolges der Kürner Theatergruppe ist.

Das Team von Uli Cipcer mit Monika Wolf und Manuela Kalesse erledigte die Schminkarbeiten in gewohnter  Weise hervorragend und zuverlässig. Ebenfalls zuverlässig besorgte Renate Hecht ihre Aufgabe als Inspizientin. Toni Gottmeier war im Souffleurkasten wie immer der Rückhalt der Spieler. Für die Bewirtung und Betreuung der Besucher sorgten Mitglieder der Gruppe, die gerade „spielfrei“ hatten.

v. l. n. r.: Sandra Karl, Peter Scheubeck, Christian Kalesse, Roswitha Horvat, Eva Gottmeier, Hans Auburger jun., Markus Wolf, Monika Wolf